Vom S-Bahnhof Bellevue ist es kein weiter Weg zur Spree. Abends liegt der Fluss schwer zwischen den Ufermauern, wie ein technisches Becken.
Die S-Bahn rattert auf dem Stahlbogen über das Wasser, rot-gelbe Waggons ziehen im engen Rhythmus vorbei. Unten gehen zwei Gestalten über den schmalen Steg, geduckt unter der Konstruktion, als gehörten sie nicht zur gleichen Stadt wie die, die oben vorbeifährt. Die Lampen werfen ein gelbes Dreieck ins Schwarz, es schwimmt kurz, verliert die Kontur, verschwindet.
